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Wundassessment und Flüssigkeitsbilanzierung

Wunden strukturiert beschreiben und Ein- und Ausfuhr korrekt bilanzieren – zwei zentrale Beobachtungsaufgaben.

Fachlich geprüft und freigegeben · Stand: 27.10.2026

Wundassessment

Definition

Wundassessment ist die strukturierte Beschreibung einer Wunde und ihrer Umgebung, um Heilungsverlauf und Komplikationen zu beurteilen.

KriteriumWas wird beschrieben?
Lokalisation und GrößeLänge × Breite × Tiefe, Unterminierungen
WundgrundGranulation, Fibrinbelag, Nekrose
ExsudatMenge, Farbe, Konsistenz
Wundrand und -umgebungMazeration, Rötung, Ödem
Geruch und Schmerzvor, während, nach Verbandwechsel
InfektzeichenRötung, Schwellung, Wärme, Schmerz, eitriges Sekret, Fieber

Flüssigkeitsbilanzierung

Definition

Die Flüssigkeitsbilanz vergleicht die Einfuhr (Trinken, Infusionen, Sondenkost) mit der messbaren Ausfuhr (Urin, Drainagen, Erbrechen, Stuhl bei Durchfall) in einem festgelegten Zeitraum, meist 24 Stunden.

Positive Bilanz: Einfuhr größer als Ausfuhr; negative Bilanz: Ausfuhr größer. Unmerkliche Verluste über Haut und Atmung werden nicht gemessen; bei Fieber steigen sie. Wie eine Bilanz zu bewerten ist, hängt von der ärztlichen Zielvorgabe ab (z. B. bei Herzinsuffizienz).

Anwendung

  • Einheitliche Zeiträume und Messmittel.
  • Alles sofort eintragen, nicht schätzen, wenn messbar.
  • Gewicht täglich ergänzt die Bilanz.

Grenzen

  • Bilanzen sind bei Inkontinenz ungenau (ggf. Vorlagen wiegen).
  • Wundbeschreibungen sind ohne einheitliche Begriffe schwer vergleichbar.

Zusammenfassung

Genau messen, einheitlich beschreiben, Veränderungen melden.

Wissenstest (1)

Aufgabe 1 · Mehrfachauswahl · Flüssigkeitsbilanz

Einfuhr 24 h: 1800 ml getrunken, 1000 ml Infusion. Ausfuhr: 1200 ml Urin, Erbrechen ca. 300 ml.

Welche Aussagen sind richtig?

Quellen