Glasgow Coma Scale (GCS)
Bewusstseinslage anhand von Augenöffnen, verbaler und motorischer Reaktion einschätzen – 3 bis 15 Punkte.
Fachlich geprüft und freigegeben · Stand: 27.10.2026
Zweck
Definition
Die Glasgow Coma Scale ist ein standardisiertes Instrument zur Einschätzung und Verlaufsbeobachtung der Bewusstseinslage.
Aufbau
Summe 3–15 Punkte. Die Einzelwerte werden zusätzlich dokumentiert (z. B. A4 V5 M6).
| Bereich | Punkte | Beispiele |
|---|---|---|
| Augenöffnen | 1–4 | spontan (4) bis keine Reaktion (1) |
| Verbale Reaktion | 1–5 | orientiert (5) bis keine (1) |
| Motorische Reaktion | 1–6 | befolgt Aufforderungen (6) bis keine (1) |
Anwendung
- Zuerst ansprechen, dann ggf. Schmerzreiz nach Einrichtungsstandard.
- Bestmögliche Reaktion werten.
- Pupillenkontrolle ergänzen, wenn angeordnet.
Interpretation
Entscheidend ist der Verlauf: Jede Verschlechterung wird sofort ärztlich gemeldet. Niedrige Werte bedeuten eine schwere Bewusstseinsstörung; ab welchem Wert z. B. Atemwege gefährdet sind, wird ärztlich beurteilt.
Grenzen
- Intubation, Aphasie oder Gesichtsverletzungen erschweren die verbale Bewertung.
- Sedierende Medikamente beeinflussen das Ergebnis.
- Ein Delir wird mit der GCS nicht erfasst.
Zusammenfassung
Drei Bereiche, 3–15 Punkte, Verlauf zählt.
Wissenstest (1)
Aufgabe 1 · Einfachauswahl · Glasgow Coma Scale
Welcher Wertebereich gilt für die Glasgow Coma Scale?
Quellen
- LernhilfeLernhilfe der Tinos Pflege Lern App