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Braden-Skala zur Dekubitusrisikoeinschätzung

Sechs Kategorien, Punktwert von 6 bis 23 – wie die Braden-Skala angewendet wird und warum sie die fachliche Einschätzung nicht ersetzt.

Fachlich geprüft und freigegeben · Stand: 27.10.2026

Zweck

Definition

Die Braden-Skala ist ein standardisiertes Instrument, das Risikofaktoren für die Entstehung eines Dekubitus systematisch erfasst.

Aufbau

Die Summe liegt zwischen 6 und 23 Punkten. Niedrige Werte bedeuten ein höheres Risiko.

KategoriePunkte
Sensorische Wahrnehmung1–4
Feuchtigkeit1–4
Aktivität1–4
Mobilität1–4
Ernährung1–4
Reibung und Scherkräfte1–3

Anwendung

  • Bei Aufnahme und bei Zustandsveränderungen einschätzen.
  • Jede Kategorie anhand der Beschreibungen der verwendeten Version bewerten.
  • Ergebnis mit Hautinspektion und klinischer Einschätzung kombinieren.

Interpretation

Welche Punktzahl als Risiko gilt, hängt von der verwendeten Version und dem Einrichtungsstandard ab. Der DNQP-Expertenstandard Dekubitusprophylaxe empfiehlt, die Risikoeinschätzung vor allem als strukturierte fachliche Einschätzung durchzuführen; Skalen können dabei unterstützen.

Grenzen

  • Erfasst nicht alle Risikofaktoren (z. B. Durchblutungsstörungen, Medikamente).
  • Ein „guter“ Punktwert schließt ein Risiko nicht aus.
  • Die Einschätzung ist nur so gut wie die Beobachtung.

Pflegerische Konsequenzen

  • Individuellen Bewegungsplan erstellen.
  • Hilfsmittel zur Druckverteilung nach Risiko einsetzen.
  • Haut regelmäßig inspizieren, Fingertest.
  • Ernährung und Hautfeuchtigkeit gezielt beeinflussen.

Zusammenfassung

Die Braden-Skala strukturiert die Einschätzung; die Entscheidung über Maßnahmen trifft die Pflegefachperson auf Grundlage der Gesamtsituation.

Wissenstest (1)

Aufgabe 1 · Mehrfachauswahl · Braden-Skala

Welche Faktoren erfasst die Braden-Skala?

Quellen