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pAVK und chronisch venöse Insuffizienz im Vergleich

Arterie oder Vene? Warum die Pflege bei beiden Erkrankungen fast gegensätzlich ist.

Fachlich geprüft und freigegeben · Stand: 27.10.2026

Definitionen

Definition

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine Durchblutungsstörung der Arterien, meist der Beine, durch Arteriosklerose. Die chronisch venöse Insuffizienz (CVI) ist eine Rückflussstörung des venösen Blutes durch geschädigte Venenklappen.

Gegenüberstellung

MerkmalpAVK (arteriell)CVI (venös)
Problemzu wenig Blut kommt hinBlut fließt schlecht zurück
Hautblass, kühl, dünn, Haarverlustbräunlich verfärbt, Ödeme, Ekzeme
Schmerzbeim Gehen (Claudicatio), später in RuheSchwere- und Spannungsgefühl, besser beim Hochlegen
Wundenan Zehen, Ferse, Druckstellenmeist am Innenknöchel (Ulcus cruris venosum)
LagerungBeine NICHT hochlagern, ggf. leicht tiefBeine hochlagern
KompressionkontraindiziertBasistherapie (nach Verordnung)
Bewegungstrukturiertes GehtrainingVenengymnastik, Gehen

Risikofaktoren

  • pAVK: Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung.
  • CVI: familiäre Veranlagung, frühere Thrombose, stehende Tätigkeit, Übergewicht.

Diagnostik und Therapie (ärztlich)

pAVK: Knöchel-Arm-Index, Ultraschall, Angiografie; Therapie mit Thrombozytenaggregationshemmern, Statinen, Gefäßeingriffen. CVI: Ultraschall; Kompression, ggf. Venenoperation.

Pflegerische Aufgaben

  • Vor jeder Kompression prüfen, ob eine pAVK ausgeschlossen ist.
  • Füße täglich inspizieren (v. a. bei Diabetes).
  • Keine Wärmflaschen bei pAVK.
  • Wundversorgung nach Verordnung, Wunde dokumentieren.
  • Beratung zu Rauchstopp und Bewegung.

Warnzeichen

Plötzlich kaltes, blasses, schmerzhaftes Bein ohne Puls: akuter arterieller Verschluss – sofort ärztlicher Notfall.

Zusammenfassung

Arteriell: tief und ohne Kompression. Venös: hoch und mit Kompression.

Quellen