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COPD – chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Dauerhaft eingeengte Atemwege mit Husten, Auswurf und Atemnot – Ursachen, Verlauf, Therapie und Pflege.

Fachlich geprüft und freigegeben · Stand: 27.10.2026

Definition

Die COPD ist eine chronische, fortschreitende Lungenerkrankung mit dauerhaft eingeengten Atemwegen (Obstruktion). Häufig liegen chronische Bronchitis und Lungenemphysem gemeinsam vor. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber behandelbar.

Ursachen

Hauptursache ist das Rauchen (Zigaretten, auch Passivrauch). Weitere Faktoren sind Luftschadstoffe, berufliche Staub- und Gasexposition sowie selten ein angeborener Alpha-1-Antitrypsin-Mangel.

Symptome (AHA-Schema)

  • A – Auswurf (Expektoration)
  • H – Husten
  • A – Atemnot (zunächst bei Belastung, später in Ruhe)

Verlauf und Exazerbation

Die COPD verläuft schubweise. Eine Exazerbation ist eine akute Verschlechterung mit mehr Husten, verändertem oder eitrigem Auswurf und zunehmender Atemnot – häufig ausgelöst durch Infekte. Exazerbationen beschleunigen den Krankheitsverlauf und sind ein häufiger Grund für Krankenhausaufenthalte.

Diagnostik und Einteilung

Die Diagnose wird per Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) gesichert. Die Schweregrade GOLD 1–4 richten sich nach dem gemessenen Atemvolumen (FEV1). Symptombelastung und Exazerbationshäufigkeit bestimmen die Behandlungsgruppen.

Therapie

Wichtigste Maßnahme ist der Rauchstopp. Medikamentös werden inhalative Bronchodilatatoren (Langzeitwirkstoffe, ggf. kombiniert) und bei bestimmten Verläufen inhalative Glukokortikoide eingesetzt. Bei schwerer Erkrankung kommen Sauerstoff-Langzeittherapie, Beatmungstherapie und Lungensport in Betracht. Grippe- und Pneumokokkenimpfungen werden empfohlen.

Pflegerische Maßnahmen

  • Atembeobachtung: Frequenz, Muster, Einsatz der Atemhilfsmuskulatur, SpO2.
  • Erleichterte Atempositionen anbieten: aufrechter Sitz, Kutschersitz, Tischsitz.
  • Inhalationstechnik kontrollieren und schulen – viele Fehler entstehen hier.
  • Sekretmanagement unterstützen: ausreichende Flüssigkeit, Atemtherapiegeräte, Absaugen nach Bedarf.
  • Belastung dosieren, Pausen einplanen, Angst bei Atemnot ernst nehmen.
  • Bei Sauerstofflangzeittherapie: vorgeschriebene Flussrate nicht eigenmächtig erhöhen.

Warnzeichen

  • Zunehmende Atemnot in Ruhe, bläuliche Lippen (Zyanose).
  • Eitriger Auswurf, Fieber – Hinweis auf Exazerbation.
  • Neu aufgetretene Verwirrtheit oder Schläfrigkeit – mögliche CO2-Erhöhung, Notfall.

Zusammenfassung

COPD ist eine Raucherkrankheit mit AHA-Symptomen. Pflege heißt: Atmung beobachten, Positionen anbieten, Inhalation sichern, Exazerbationen früh erkennen.

Wissenstest (1)

Aufgabe 1 · Kurze Freitextantwort · Beratung begründen

Herr N., 68 Jahre, COPD, wird nach Hause entlassen. Er benutzt sein Dosieraerosol, ohne vorher auszuatmen, und raucht weiter 10 Zigaretten am Tag.

Welche Beratungsschwerpunkte setzt du und warum?

Quellen