ABEDL-Modell nach Monika Krohwinkel
13 Aktivitäten, Beziehungen und existenzielle Erfahrungen des Lebens als Struktur für Pflegeplanung.
Einordnung
Das Modell der fördernden Prozesspflege von Monika Krohwinkel ist ein anerkanntes Pflegemodell. Die ABEDL („Aktivitäten, Beziehungen und existenzielle Erfahrungen des Lebens“) dienen als Struktur, um Probleme und Ressourcen eines Menschen zu erfassen. Es handelt sich um ein Pflegekonzept, keine gesetzliche Vorgabe.
Die 13 ABEDL
- 1. Kommunizieren können
- 2. Sich bewegen können
- 3. Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können
- 4. Sich pflegen können
- 5. Essen und trinken können
- 6. Ausscheiden können
- 7. Sich kleiden können
- 8. Ruhen, schlafen, sich entspannen können
- 9. Sich beschäftigen, lernen, sich entwickeln können
- 10. Sich als Mann, Frau oder Mensch fühlen und verhalten können
- 11. Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können
- 12. Soziale Bereiche des Lebens sichern und gestalten können
- 13. Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können
Anwendung in der Pflegeplanung
Für jeden relevanten Bereich werden Probleme (mit Ursache und Symptomen), Ressourcen, Ziele, Maßnahmen und Evaluationskriterien formuliert. Das Modell betont Fähigkeiten und Ressourcen, nicht nur Defizite.
Beispiel
ABEDL „Sich bewegen können“ – Problem: Herr K. kann wegen Luftnot nur wenige Meter mit Rollator gehen. Ressource: Er ist motiviert und nutzt den Rollator sicher. Ziel: Herr K. geht bis Tag 5 30 m mit Rollator und Pause. Maßnahmen: zweimal täglich begleitete Gehübungen, Pausen, SpO2 vor und nach Belastung. Evaluation: Gehstrecke und Atemfrequenz täglich dokumentieren.
Quellen
- PflegekonzeptKrohwinkel, M.: Fördernde Prozesspflege mit integrierten ABEDL