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ABEDL 6 von 13
Ausscheiden können
Definition
Urin und Stuhl kontrolliert und in angemessener Weise ausscheiden können.
Ausscheidung ist eng mit Scham, Intimsphäre und Selbstwert verbunden. Störungen beeinflussen Haut, Schlaf und soziale Teilhabe.
Fähigkeiten und Ressourcen
- Harn- und Stuhldrang wahrnehmen
- Toilette rechtzeitig erreichen
- Kleidung öffnen
- Inkontinenzmaterial selbst wechseln
Typische mögliche Pflegeprobleme
- Dranginkontinenz
- Obstipation unter Opioidtherapie
- Kann Toilette wegen Mobilitätseinschränkung nicht rechtzeitig erreichen
Geeignete Informationssammlung
- Miktions- und Stuhlprotokoll
- Gewohnheiten
- Trinkmenge
- Medikamente
- Hautzustand im Intimbereich
Mögliche Pflegeziele
- Frau X erreicht bis Tag 7 mit Toilettenstuhl rechtzeitig die Toilette
- Herr Y hat spätestens alle 2–3 Tage Stuhlgang
Beispiele für Maßnahmen
- Toilettentraining nach individuellem Rhythmus
- Toilettenstuhl/Urinflasche bereitstellen
- Ausreichend trinken, Bewegung, ballaststoffreiche Kost
- Laxanzien nach ärztlicher Anordnung
- Hautschutz
Evaluationsmöglichkeiten
- Protokolle
- Hautzustand
- Wohlbefinden
Fallbeispiel
Frau G., 82 Jahre, nässt nachts ein, weil sie die Toilette mit Rollator nicht schnell genug erreicht. Sie trinkt abends deshalb kaum noch.
Übungsfragen
Aufgabe 1 · Einfachauswahl · Ursache
Was ist bei Frau G. die wahrscheinliche Hauptursache?
Aufgabe 2 · Mehrfachauswahl · Risiko
Welches Risiko entsteht durch das Weglassen des Trinkens?
Aufgabe 3 · Kurze Freitextantwort · Maßnahmen
Nenne zwei Maßnahmen für Frau G.